Postkarten

„Angenehme Sommerfrische und Ausflugsort, 20 Min. v. Bahnhof Melsungen.“ (1907)

Auf welchem Wege man 1907 in 20. min. vom Bahnhof Melsungen kommend die Walkemühle erreichen konnte, ist nicht genannt: Mit Kutsche oder zu Pferd war das möglich, nicht jedoch zu Fuß
(siehe Google-Maps unten).

Vor 1933 lebten die Mitglieder des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes in der Walkemühle in bewusster Abgeschiedenheit. Es sind daher aus dieser Zeit keine Postkarten bekannt, wohl aber schöne Fotos. Einige aus dem Hessischen Hauptstaatsarchiv, Wiesbaden, bzw. aus dem Archiv der sozialen Demokratie, Bonn, warten auf Abdruckgenehmigung.

Aus dem grundlegenden Buch über die Walkemühle von R. Giesselmann (s. u.) seien hier einige Links auf Bilder von vor 1933 angegeben:

Die regelmäßigen Kurse in der Gauführerschule resp. Gauschulungsburg von 1933 bis 1939 ebenso wie die Lehrgänge der „Falken“ von 1947 bis 1949 eröffneten einen Markt für Postkarten: Der Gruß an die Daheimgebliebenen war mittels dieser Karten leicht möglich.

Diese Karte aus der „Gauführer-Schule 1. Walkemühle b. Melsungen“ vom „Hofphotograph Eberth in Kassel“ zeigt selten dargestellte Details:

Unten links den sog. Oberwassergraben, durch den Wasser von einem Wehr unterhalb von Adelshausen aus der Pfieffe zur Turbine im Akademiegebäude geführt wurde. Die Walkemühle hatte damit eine eigene Stromversorgung. Eine Problematik des Oberwassergrabens bestand darin, dass manchmal Kinder rein fielen! Glücklicherweise wurden sie immer wieder raus gezogen.

Ergänzend dazu dieses Bild: Überlauf des Oberwassergrabens nahe des Akademiegebäudes.

Unten rechts ist die Brücke der alten Landstraße über die Pfieffe zu sehen. Von dort wurde z.B. das Foto oben auf dieser Seite gemacht; im Hintergrund dieses Ausschnittes links ist schwach das Akademiegebäude erkennbar.

Ergänzend dazu dieses Bild: Wehr an der alten Mühle und Brücke der alten Landstraße.

Die folgende Postkarte zeigt in der Mitte den nach 1933 errichteten großen Saal zwischen dem Fachwerkbau der alten Mühle und dem Lehrgebäude rechts. Der hier direkt an den Fachwerkteil anschließende kleine Eingangsvorbau ist auf dem Bild unten rechts der Seite mittig wiederzuerkennen.

Links sind nun die Originalabzüge zweier Fotos zu sehen, daraus wurden jeweils mit viel Retusche die Postkarten rechts erstellt; ca. 1948. Man bewundere die Kunst des Fotografen.

Stand: 22.03.2016

Fotos/Postkarten: Privatbesitz.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Literatur

Giesselmann, Rudolf
Geschichten von der Walkemühle bei Melsungen in Nordhessen.
Wirkungsfeld von Minna Specht, Leonard Nelson, IJB und ISK.
Bad Homburg: Zwiebel-Verlag 1997. ISBN 3-9805120-1-0
Diese Fassung als Digitalisat (pdf) ist paginiert; eine zweite Fassung Digitalisat (html) ist leicht zugänglich.

 

Bei Eingabe des Suchworts „Walkemühle“ auf dieser Seite der Friedrich-Ebert-Stiftung werden 137 Miniaturansichten zu Fotos zum Stichwort Walkemühle aufgelistet (Stand 21. 3. 2016).
G e d u l d !!!  Der Server ist manchmal nicht erreichbar bzw.  s e h r  langsam.