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Landerziehungsheim Walkemühle

Adelshausen bei Melsungen


Das Bild zeigt die Walkemühle ca. 1925, Blickrichtung Nord; links der Fachwerkbau ist die alte Mühle, rechts ist das sog. Akademiegebäude zu sehen, davor die Landstraße Melsungen – Spangenberg, die das Gelände der Walkemühle durchquert.[1]

Walkemühle ist die Bezeichnung eines Gebäudekomplexes an dem Bach Pfieffe nordwestlich des Dorfes Adelshausen. (Siehe GoogleMaps im Satellit-Modus.)

Von 1921 bis 1951 befand sich hier das Landerziehungsheim Walkemühle.

Über dessen Geschichte soll berichtet werden. Aus der Fülle des vorhandenen Materials können nur einzelne Dokumente berücksichtigt werden.

Erinnerungen sind eine Voraussetzung dafür, daß vielleicht später einmal Menschen, die nicht mehr aus eigenem oder persönlich vermitteltem Erleben schöpfen, sondern auf die Überlieferung angewiesen sind, eine kritische Würdigung der Ereignisse in der Walkemühle und ihrer späteren Folgen vornehmen können

so formulierte es 1980 eine Historikerin[2], die Personen aus der Walkemühle sehr nahestand, fast wörtlich.

Die Fülle des vorhandenen Materials in Archiven und Bibliotheken wartet auf umfassende Analyse. Etliche Dissertationen behandeln Einzelaspekte, unveröffentlichte Lebenserinnerungen geben zusätzliche Einblicke. Daraus wird hier manches zitiert und gezeigt von Jemanden, der von 1945 bis 1952 in der Walkemühle die ersten Jahre seines Lebens verbrachte.

Kassel, den 29. Februar 2016.
Ralf Schaper

Inhaltsverzeichnis

Startseite

Vorwort
Danksagung
Inhaltsverzeichnis

1921 bis 1933

Die Ära Ludwig Wunder
Die Ära Minna Specht
Das Pädagogische Konzept
Das Politische Umfeld
Die Bewohner in der Walkemühle

1933 bis 1945

Die Besetzung am 14. März 1933
Die Gauführerschule
Die Enteignung 1934
Die Zerstörung am 1. April 1945

1945 bis 1951

Der Wiederaufbau
Die Hilfe des Schweizerischen Arbeiterhilfswerks
Die Erziehungsgemeinschaft Walkemühle
Der Verkauf und das Ende
Ein Ausblick

Ereignisse

Der Ausbildungskurs und Bundestag des IJB 1925
Die „Besetzung“ der Walkemühle am 14. März 1933
Eröffnung der Amtswalterschule, Juli 1933
Die Walkemühle von Mitte Mai bis Juli 1945
Richtfeste
Causa: Die Nelson-Gräber
Da der dauernde Anblick dieser Gräber nichtarischer Toten unerträglich sei
Den Friedhof wieder so herstellen, wie er war
Resignation, Trauer und Gedenken
Aktuelle Fotos vom Jüdischen Friedhof in Melsungen

Dokumente

Die Bewohner der Walkemühle Lehrer, Schüler und Helfer
Gedenkschrift für Leonard Nelson
Erinnerungen an Leonard Nelson
Die Verfassung der "Kinderrepublik Klein Berlin"
Vollmachten
In dieser Schule braucht man nicht zu lügen
Eine vegetarische Seife
Archive und Nachlässe
Weblinks
Literatur

Bilder

Die Ruine des Lehrgebäudes
Braunhemden
Die Mühlenkinder
Die Schweizer Hilfe
Eine alte Landkarte von 1615
Postkarten

Beifang

Eine Schule wird Burg
Edelkommunisten in der Provinz
Die Arbeitsmoral von Belasteten
Der ISK auf der documenta 14

Danksagung

Im August 2014 entstand bei einem Gespräch in der Universitätsbibliothek Kassel die Idee einen Artikel über die Walkemühle zu schreiben.
Neben einigen Büchern war der umfangreiche Briefwechsel (ab 1932) meiner Eltern eine wichtige Informationsquelle. Ohne diesen biographischen Bezug hätte ich die vorliegenden Texte nicht schreiben können.
Mein Vater war von 1927 bis 1930 in der Walkemühle. Meine Eltern lehnten offen das „Bindungsverbot“ des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes ab, heirateten 1937 und übernahmen ab Ende Juni 1945 die Leitung des Wiederaufbaus der Walkemühle. Auch dazu existiert ein ausführlicher Briefwechsel.

Die heutigen Recherchemöglichkeiten des Internets und insbesondere die vernetzen Bibliotheken erleichtern die Arbeit; die Universitätsbibliothek ist dabei durch die Fernleihmöglichkeiten ein Tor zur Welt. Das Portal WorldCat stellt einen sehr schnellen Server zur Verfügung, der bequem bibliographischen Daten liefert.
Dank zu sagen ist also der Bibliothek insgesamt als Institution, aber insbesondere drei KollegInnen aus der Bibliothek, die mir Anstöße gaben bzw. mich mit inhaltlichen und formalen Ratschlägen unterstützten.
In den Hessischen Staatsarchiven in Marburg und Wiesbaden lernte ich die mir bis dahin unbekannte Atmosphäre der Archive kennen; freundliche Rückmeldungen und viele Kopien bekam ich aus dem Archiv der sozialen Demokratie der Friedrich-Ebert-Stiftung. Im Bundesarchiv Berlin liegt mit dem sog. Nachlass Nelson umfangreiches Material, das von den Nazis aus der Walkemühle nach Berlin geschafft wurde, dort von den Sowjets 1945 nach Moskau überstellt wurde und später zurück ins Staatsarchiv der DDR kam. Im Schweizerischen Sozialarchiv liegen Dokumente über die Walkemühle für die Zeit 1945-1947. Die Materialien der beiden letztgenannten Archive harren einer wissenschaftlichen Analyse.
Dank gilt auch den Standesämtern in Melsungen, Spangenberg und Waldkappel, die mir zu einigen wenigen, aber wichtigen Daten präzise Auskünfte lieferten.
In Gesprächen mit Göttinger Kollegen vom Projekt Widerstand in Göttingen bekam ich wertvolle Hinweise und Zugang zu dortigen Quellen.
Ohne meinen Freund von Textklecks, der nicht nur das Design entwarf und die mühevolle Arbeit der Umsetzung leistete, sondern mich auch immer wieder motivierte, wäre diese Darstellung so überhaupt nicht möglich gewesen.
Am 29.2.16 wurde die erste Fassung des Projektes Landerziehungsheim Walkemühle ins Netz gestellt. Danach entstanden einige neue, sehr fruchtbare Kontakte; teilweise bekam ich dankenswerter Weise wertvolle Fotos und Dokumente, die mir bis dahin unbekannt waren.

Schließlich nochmals Dank an meine Eltern und an eine wirklich alte Freundin, die 1933 als sechsjährige erleben musste, wie die SA die Walkemühle besetzte und die vor ca. 25 Jahren meinen Vater motivierte seine Lebenserinnerungen zu diktieren. Nach meiner Kenntnis ist sie eine der beiden letzten der jetzt noch Lebenden von den 22 Kindern, die damals aus der Walkemühle vertrieben wurden und dann in Dänemark Aufnahme fanden.

Kassel, den 17.12.17.
Ralf Schaper



Trotz intensiver Recherchen sind möglicher Weise einige Quellen nicht richtig bzw. ausreichend bezeichnet. Entsprechende Korrekturhinweise sollen berücksichtigt werden.
  1. Foto: Nachlass Nelson im Archiv der sozialen Demokratie: 6/FOTA030337; abgedruckt auch nach Seite 272 in Specht, Eichler, 1953.
  2. Susanne Miller in ihrer Rede zur Erinnerung an Minna Specht.